Hörspiele im Radio

Hörspiele

Samstag 14:00 Uhr Ö1

Ö1 Hörspiel

"Novelle" von Johann Wolfgang von Goethe Mit Oskar Werner, Käthe Gold, Otto Collin, Erik Schumann, Willy Birgel u.a., Musik: Karl Sczuka; Bearbeitung und Regie: Max Ophüls (SWF/BR/RB, 1953) In der amerikanischen Emigration las der Filmregisseur Max Ophüls Goethes Alterswerk aus dem Jahr 1826, das um die Utopie einer gewaltlosen Beherrschung des Elementaren in der Natur wie in den menschlichen Temperamenten kreist. 1953 versuchte er seine Leseerfahrung mit den Erzählmitteln des Radios einzuholen: durch eine Art inszenierter Lektüre, die sich selbst illustriert, mit Stimmen, mit Geräuschen und mit einer melodramatisch eingesetzten Musik. Die Produktion wurde zu einem Prototyp des epischen Hörspiels. In seinem Alterswerk "Novelle" fasste Goethe unter dem Eindruck der Entwicklung der französischen Revolution seine Anschauungen über Kunst, Natur, Gesellschaft, Sitte und Frömmigkeit in kunstvoller Form zusammen. Wie es der Charakter der Novelle verlangt, steht die "unerhörte Begebenheit" im Mittelpunkt. Eine Adelsgesellschaft wird bei einem Spazierritt durch den Bericht über das Unglück eines Jahrmarktsbrandes in der nahen Stadt aufgeschreckt. Ein Tiger und ein Löwe waren ausgebrochen. Als der Tiger die Fürstin zu bedrohen scheint, tötet ihr Begleiter Honorio - zur Verzweiflung der Schausteller - das Tier. Dass das Tier harmlos gewesen sein muss, erfährt die staunende Hofgesellschaft angesichts eines Löwen, den das Kind der Schausteller - unwissend und arglos - in natürlicher Zuwendung besänftigt. "Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen wird, war die Aufgabe", schrieb Goethe 1827 nach Vollendung seiner "Novelle".

Samstag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Zukunft? Welche Zukunft? Metropolis Von Thea von Harbou/Fritz Lang Mit Peter Fricke, Jan Neumann, Jule Ronstedt, Joachim Höppner, Helga Roloff und anderen Bearbeitung: Michael Farin Komposition: Laar/zeitblom Regie: Bernhard Jugel BR 2001 Während in der lichtlosen Unterstadt die Arbeiter wie Sklaven hausen, lebt die Gesellschaft der Oberstadt in einer Welt des Luxus. Herr über Menschen und Maschinen ist Fredersen, das "Hirn von Metropolis". Seine Gegenspielerin ist Maria, "die Heilige der Unterdrückten". Freder, der blonde Sohn des Herrschers, verliebt sich in sie und folgt ihr in die Katakomben. Sein Vater bittet den Magier Rotwang, eine "falsche Maria" zu erschaffen, einen künstlichen Menschen, der Maria aufs Haar gleicht. Die Doppelgängerin wiegelt die Massen auf. Mit der Zerstörung der Maschinen droht der Untergang. Thea von Harbous 1925 veröffentlichter Roman "Metropolis" ist ein früher Klassiker der Science-Fiction. Der Roman und das Drehbuch zur legendären Verfilmung von Fritz Lang bilden die Grundlage für die Radiobearbeitung. Die grandiose Zukunftsvision und der Gartenlaubenkitsch der Vorlage, der Sexismus aus männlichem Wolkenkratzer und weiblichem Aufwiegeln wird musikalisch überhöht, kommentiert, gebrochen. Michael Farin und die Komponisten Laar/zeitblom verwandeln den Stummfilm in einen Klangrausch. Thea von Harbou (1888-1954), Schauspielerin, Schriftstellerin, Drehbuchautorin. Weitere BR-Hörspielbearbeitung M - Eine Stadt sucht einen Mörder (mit Fritz Lang, 2003). Fritz Lang (1890-1976), Regisseur. Weitere BR-Hörspielbearbeitung Hangmen Also Die (mit Bertolt Brecht, 2005).

Samstag 17:04 Uhr WDR5

Krimi am Samstag

Solo für Kruske Von Thomas Anzenhofer Krimi-Noir aus dem Ruhrgebiet Paul Kruske: Thomas Anzenhofer Oleg Russek: Stefan Lampadius Piepe Bringshagen: Lola Klamroth Gerichtsmediziner: Thomas Krutmann Schüller: Walter Gontermann Valon: Ilir Rexhepi Hartung: Andreas Potulski Florin: Dmitri Alexandrov Adele Fleischer: Justine Hauer Rainer Arndt: Peter Kaghanovitch Bauer: Ludger Burmann Manderscheid: Frank Casali Einsatzleitstelle: Ralf Drexler Tarik: Bernhard Schütz Regie: Thomas Werner Produktion: WDR 2020

Samstag 18:00 Uhr Radio Horeb

Bambambini Kindersendung

Ein lustiges Liederhörspiel von Lena, Susie und Paul. Ref.: Adelheid Nicklaser CD-Hörspiel "Lena und Paul" von Anja Rieger, erzählt von Peer Augustinski

Samstag 18:30 Uhr Bayern 2

radioMikro

Geschichten vom Kater Musch: Das Mäusegift Hörspiel von Ellils Kaut Mit Elfried Kuzmany, Hans Reinhard Müller, Thea Aichbichler, Marianne Brandt und anderen BR 1955

Samstag 19:04 Uhr WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Der steinerne Blick - Perseus und Andromeda Von Karlheinz Koinegg Nach den Geschichten des Ovid Komposition: Henrik Albrecht Regie: Claudia Johanna Leist Produktion: WDR 2015

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Oops, wrong planet! Von Gesine Schmidt Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Wie autistische Menschen die Welt erleben Mit Matthias Koeberlin, Florian Lukas, Susanne Lothar, Tom Schilling, Lena Stolze, Fiona Metscher, Wolfgang Rüter, Susanne Bonney-Cox und Gregor Höppner Regie: Walter Adler Produktion: DLF/WDR 2012

Samstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Ein Clochard mit schlechten Karten Von Leo Malet Mit: Christian Brückner, Sabine Postel, Christine Schönfeld, Doris Wolters, Ellen Schulz u. a. Hörspielbearbeitung: Klaus Schmitz Regie: Hans Gerd Krogmann (Produktion: SWF 1997) Kaum ein Paris-Tourist verirrt sich 1957 in das ärmliche 15. Arrondissement. Einer der Verlierer, die dort stranden, ist Paul Demessy. Er lebt als Clochard auf der Straße und wird von Privatdetektiv Nestor Burma aus der Gosse gezogen. Doch dann verschwindet er aus seinem tristen Fabrikarbeiter-Leben, und Burma begibt sich auf seine Spur. Sie führt ihn mitten in den Algerienkrieg. Unvermittelt findet sich Nestor Burma zwischen Freiheitskämpfern wieder. Paul hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, bei dem er wahrhaft "schlechte Karten" hat. Trifft Burma nur noch den Gewinner lebend an?

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Gaddafi» von krok petschinka 42 Jahre lang bestimmte Muammar al-Gaddafi die Geschicke Libyens. Der Ölreichtum des Landes sicherte ihm schier unbegrenzte Mittel. Er unterstützte Terroraktionen, intervenierte nach Gutdünken, beleidigte höchste Würdenträger und wurde dennoch von den Mächtigen dieser Welt hofiert.

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