Features im Radio

Features

Samstag 09:05 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit

Die Gabe der Tränen - Weinen als spirituelles Geschenk von Michael Reitz

Samstag 09:05 Uhr Ö1

Hörbilder

Mit seiner Virtuosität und mit anspruchsvollen Stücken erobert der 1903 in Berditchew, Russland, geborene Vladimir Horowitz im Nu sein Publikum. Was aber hatte es mit seinen legendären Auftrittspausen auf sich - die längste 12 Jahre lang. Mit seinen Nervenkrisen, Bühnenängsten und homosexuellen Neigungen? Ein Porträt von Renate Maurer mit Kenner/innen und Weggefährten des 1989 verstorbenen, weltberühmten Pianisten. Er war natürlich ein Wunderkind - auch wenn er keines gewesen sein wollte. 1903 in Berditchew geboren, wurde Vladimir Horowitz in Kiew und in einer musikalischen jüdischen Familie groß. Die russische Revolution stürzte die wohlhabende Familie Gorowitz in den Ruin, weshalb er mit schon 17 sein Klavierstudium beendete und begann, Konzerte zu geben. Mit seiner Virtuosität und mit anspruchsvollen Stücken erobert er im Nu sein Publikum. Liszt, Rachmaninow, Chopin, Schumann, Scriabin und Bach in Busoni-Bearbeitung sind seine bevorzugten Komponisten. 1926 gibt er unter dem Namen Horowitz sein Debut in Berlin. In Hamburg springt er - ohne Probe - für eine erkrankte Pianistin ein und erlebt mit einem Tschaikowsky-Konzert seinen Durchbruch. "Am Ende lag der Flügel wie ein erstochener Drache auf dem Podium", schreibt sein Freund Abram Chasins. Danach geht es in Paris und ganz Europa weiter mit der Karriere, ab 1928 auch in Amerika. Das Publikum ist hingerissen, Musiker und Kritiker staunen: über seine unglaubliche Fingerakrobatik, den ganz neuen Klavierklang, die Intensität seines Spiels. Über die ungewöhnliche Art, mit gestreckten Fingern zu spielen. Die nächsten Jahre reist Horowitz non-stop von einem Recital zum nächsten. 1933 heiratet er Toscaninis Tochter Wanda, mit seinem Schwiegervater Arturo Toscanini und den New Yorker Philharmonikern gibt er fulminante Konzerte. Kurz nach Kriegsbeginn zieht er für immer nach New York. Was aber hat es mit seinen legendären Auftrittspausen auf sich - die längste 12 Jahre lang, von 1953 - 63? Mit seinen Nervenkrisen, Bühnenängsten, homosexuellen Neigungen? Die Schriftstellerin und Kulturhistorikerin Lea Singer hat in ihrem dokumentarischen Roman über Horowitz und seinen ersten Schüler Nico Kaufmann Ende der 1930er Jahre den Blick auf das Drama seiner verleugneten Homosexualität gelenkt. Ein Drama, das in Amerika weitergeht und zu therapeutischen Sitzungen führt, Elektroschocks mitinbegriffen. In diesem Radiofeature von Renate Maurer ist der Maestro selbst ist in amerikanischen Interviewausschnitten zu hören, ebenso der verstorbene Musikkritiker Joachim Kaiser. Maurer hat Lea Singer zum Gespräch getroffen, die Musikkritikerin Eleonore Büning und die russische Pianistin Yulianna Avdeeva. Der amerikanische Pianist, Dozent und Radiojournalist David Dubal erzählt von seinen "Evenings with Horowitz" in dessen New Yorker Wohnung in den 1980er Jahren. HOROWITZ Annäherung an einen Star-Pianisten Von Renate Maurer Redaktion: Elisabeth Stratka Interview mit David Dubal in New York: Alexander Rauscher-Nachwalger

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

(Re)produktion Mutterschaft und Autorschaft Von Julia Trompeter Wiederholung: So. 15.04 Uhr Produktion: WDR 2021

Samstag 12:05 Uhr Bayern 2

Zeit für Bayern

Bamberg wird bayerisch - Umbruch und Neuanfang Von Susanne Roßbach Himmelsgaben Wachskerzen, Wachsfiguren, Votivbilder Von Sarah Khosh-Amoz Moderation: Simone Schülein Wiederholung um 21.05 Uhr . Bamberg wird bayerisch - Umbruch und Neuanfang Von Susanne Roßbach Die Napoleonischen Kriege haben Europa grundlegend verändert. Die Ergebnisse prägen unsere Gegenwart. Mit dem Frieden von Lunéville 1801 vereinbarten Frankreich und das Heilige Römische Reich, dass Frankreich das linksrheinische Reichsgebiet zufallen solle. Die weltlichen Herrscher, die dort Land verloren, sollten auf Kosten der kirchlichen Territorien rechts des Rheins entschädigt werden. Die Säkularisation war beschlossene Sache. Damit war das Schicksal vieler geistlicher Staaten im Reich besiegelt, darunter auch das des Hochstiftes Bamberg. 1802 marschierten bayerische Truppen in das Hochstift ein. Klöster und Stifte wurden aufgelöst, Kirchen geplündert, Kirchenschätze verkauft oder eingeschmolzen. Ab 1803 gehörte Bamberg zunächst zum Kurfürstentum Bayern, ab 1806 zum Bayerischen Königreich. Aus der Hauptstadt des Hochstiftes Bamberg wurde eine bayerische Provinzstadt. In ihrem Feature will Susanne Roßbach die Hintergründe dieses epochalen Umbruchs erklären und aufzeigen, was er für die Stadt Bamberg bis in die Gegenwart bedeutet. Einige Institutionen fußen noch heute auf den damaligen Ereignissen. Die Autorin stellt herausragende Persönlichkeiten vor und erzählt, wie sie nach der Säkularisation einen Neuanfang geschafft haben und wesentlich zur Modernisierung der Stadt beigetragen haben. Und die einfachen Bamberger Bürger? Wie haben sie auf die einschneidenden Veränderungen reagiert? Anhand von Interviews und Zitaten aus Originalquellen entsteht ein lebendiges Hörbild. Himmelsgaben Wachskerzen, Wachsfiguren, Votivbilder Von Sarah Khosh-Amoz Zu Advent und Weihnachten haben sie wieder Hochkonjunktur: Kerzen. Bis zur Einführung der Elektrizität vor gut hundert Jahren galten Wachskerzen jahrtausendelang als die edelsten Lichtspender überhaupt. Bienenwachs war sehr teuer, rauchte aber kaum und brannte weitgehend flackerfrei ab. Die Kerze, die sich selbst verzehrt, um zu Licht zu werden, galt schon in der Antike als göttlich, später auch als Symbol Christi. In katholischen Kirchen gehören Kerzen immer noch zu den wichtigsten liturgischen Elementen. Verwendet werden dabei fast ausschließlich qualitativ hochwertige Kerzen, also von Hand gezogene Kerzen. Sarah Khosh-Amoz fragt in ihrem Feature, woran man diese Qualität erkennt, warum handgearbeitete Kerzen auch heute noch unverzichtbar sind, wenn es um "Stimmung" geht und interessiert sich für die Erzeugnisse jahrhundertealter Kerzenkultur in Bayern. Dafür spricht sie mit Mesnern, Wachsziehern, Experten und Liebhabern alter Wachsvotive.

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

das ARD radiofeature

Doku über die Kontrolle ökologischer Lebensmittel Von Jörn Klare NDR 2021 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr . Bio-Lebensmittel gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt. Allein im letzten Jahr stieg der Umsatz der Branche um 23 Prozent. Laut der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie soll der Anteil von Bio-Produkten in den nächsten zehn Jahren um das 6-fache steigen. Doch sind die meist teureren Lebensmittel tatsächlich besser? Kann, wer Bio kauft, dem grünen Siegel der EU oder den Logos der noch anspruchsvolleren Verbände wie Naturland, Bioland oder Demeter vertrauen? Ökologische Landwirte, die zum Wohle der Umwelt unter anderem auf viel Chemie verzichten, werden in der Regel wesentlich strenger kontrolliert als ihre konventionell arbeitenden Kollegen. Reicht das aus? Der Autor begleitet eine Kontrolleurin bei Ihrer Arbeit und kauft bio-zertifizierte Tomaten, Eier und Gurken, um danach deren Erzeuger in der Lüneburger Heide, der Mecklenburgische Seenplatte und Spanien zu besuchen. Der Bauer der köstlichen Tomaten würde den kleinen, vierhundert Jahre alten Familienbetrieb wegen der vielen Auflagen und Überprüfungen lieber heute als morgen aufgeben. Der Legebetrieb mit seinen 3000 Hennen pro Stall öffnet seine Türen nur zögerlich. Und die Laboruntersuchung der Gurke liefert noch vor der Abreise nach Andalusien ein Ergebnis, das misstrauisch macht. Auf der Suche nach möglichem Betrug trifft der Autor auf eine Branche in Angst vor einem Skandal.

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Charles Koechlin Der Alchimist des Klangs Von Frank Halbach Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Der Elsässer Charles Koechlin hatte nicht nur mit seiner Musik etwas zu sagen. Zurecht gilt er als einer der bedeutendsten Komponistenpersönlichkeiten seiner Zeit: Vielfältig, universell interessiert, ein Idealkommunist, Ratgeber und Lehrer. Er war unbequem: Seine Grundprinzipien Freiheit und Unabhängigkeit verfolgte er kompromisslos, er ließ sich von keiner Seite vereinnahmen. Mal wirken seine Kompositionen impressionistisch, mal expressionistisch, mal greift er auf Kirchentonarten zurück oder auf Polytonalität bzw. Atonalität. Doch ein gemeinsames Merkmal für Koechlins Musik gibt es: seine vollkommene Orchestrierungstechnik, in ausgewogener Balance, in unerschöpflichen Abstufungen, voller Räumlichkeit und vielfacher Perspektiven im Klangbild - eine individuelle Mischtechnik, erschaffen vom Alchimisten des Klangs.

Samstag 17:04 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit: Alles Bio?

Doku über die Kontrolle ökologischer Lebensmittel das ARD radiofeature Der Markt für Bio-Lebensmittel boomt. Ihr Kauf verspricht Umwelt- und Tierschutz. Für die Bauern sind die Auflagen komplex. Aber reichen die Kontrollen bei steigendem Bedarf? Der Autor verfolgt einzelne Produkte zurück zu ihren Erzeugern.

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radiofeature: Alles Bio? - Doku über die Kontrolle ökologischer Lebensmittel

Der Markt für Bio-Lebensmittel boomt. Ihr Kauf verspricht Umwelt- und Tierschutz. Für die Bauern sind die Auflagen komplex. Aber reichen die Kontrollen bei steigendem Bedarf? Der Autor verfolgt einzelne Produkte zurück zu ihren Erzeugern.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Reihe: Wirklichkeit im Radio Die Bidonvilles von Paris Versuch, eine Landkarte Frankreichs zu ergänzen Von Hubert Fichte Mit: Herbert Duprow und Walter Andreas Schwarz Regie: Imo Wilimzig Produktion: SDR 1967 Länge: 57"56 Migration, Repression, Ghettobildung: Den Zündstoff, der in französischen Vorstädten liegt, zeigt Hubert Fichte bereits in diesem Feature von 1967, in dem er seine Erfahrungen bei Sozialprojekten in abgehängten Stadtteilen schildert. Die "Banlieues" von Paris gelten spätestens seit den Aufständen von 2005 als sozialer Brennpunkt und gefährlicher Ort. Schon 1966 reiste der 31-jährige Hubert Fichte im Auftrag des SDR nach Nanterre und La Courneuve und berichtete von dort über die Barackenstädte rund um Paris, in denen damals etwa 140.000 Emigranten lebten. Sein Essay fand später Eingang in sein monumentales Romanwerk "Die Geschichte der Empfindlichkeit". Hubert Fichte (1935-1986), geboren in Perleberg, wuchs in Hamburg auf, war Schauspieler, Schäfer, ab 1963 freier Schriftsteller. Mitglied der Gruppe 47 und des deutschen PEN. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Romane "Das Waisenhaus" (1965), "Die Palette" (1968) und "Versuch über die Pubertät" (1974), die von ihm "ethnopoetisch" benannten Reiseberichte "Xango" (1976) und "Petersilie" (1980) sowie die unvollendete mehrbändige "Geschichte der Empfindlichkeit", die als Fichtes Hauptwerk gelten darf. Reihe: Wirklichkeit im Radio Die Bidonvilles von Paris

Samstag 21:05 Uhr BR-Heimat

Zeit für Bayern

Bamberg wird bayerisch - Umbruch und Neuanfang Von Susanne Roßbach Himmelsgaben Wachskerzen, Wachsfiguren, Votivbilder Von Sarah Khosh-Amoz Moderation: Simone Schülein Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 . Bamberg wird bayerisch - Umbruch und Neuanfang Von Susanne Roßbach Die Napoleonischen Kriege haben Europa grundlegend verändert. Die Ergebnisse prägen unsere Gegenwart. Mit dem Frieden von Lunéville 1801 vereinbarten Frankreich und das Heilige Römische Reich, dass Frankreich das linksrheinische Reichsgebiet zufallen solle. Die weltlichen Herrscher, die dort Land verloren, sollten auf Kosten der kirchlichen Territorien rechts des Rheins entschädigt werden. Die Säkularisation war beschlossene Sache. Damit war das Schicksal vieler geistlicher Staaten im Reich besiegelt, darunter auch das des Hochstiftes Bamberg. 1802 marschierten bayerische Truppen in das Hochstift ein. Klöster und Stifte wurden aufgelöst, Kirchen geplündert, Kirchenschätze verkauft oder eingeschmolzen. Ab 1803 gehörte Bamberg zunächst zum Kurfürstentum Bayern, ab 1806 zum Bayerischen Königreich. Aus der Hauptstadt des Hochstiftes Bamberg wurde eine bayerische Provinzstadt. In ihrem Feature will Susanne Roßbach die Hintergründe dieses epochalen Umbruchs erklären und aufzeigen, was er für die Stadt Bamberg bis in die Gegenwart bedeutet. Einige Institutionen fußen noch heute auf den damaligen Ereignissen. Die Autorin stellt herausragende Persönlichkeiten vor und erzählt, wie sie nach der Säkularisation einen Neuanfang geschafft haben und wesentlich zur Modernisierung der Stadt beigetragen haben. Und die einfachen Bamberger Bürger? Wie haben sie auf die einschneidenden Veränderungen reagiert? Anhand von Interviews und Zitaten aus Originalquellen entsteht ein lebendiges Hörbild. Himmelsgaben Wachskerzen, Wachsfiguren, Votivbilder Von Sarah Khosh-Amoz Zu Advent und Weihnachten haben sie wieder Hochkonjunktur: Kerzen. Bis zur Einführung der Elektrizität vor gut hundert Jahren galten Wachskerzen jahrtausendelang als die edelsten Lichtspender überhaupt. Bienenwachs war sehr teuer, rauchte aber kaum und brannte weitgehend flackerfrei ab. Die Kerze, die sich selbst verzehrt, um zu Licht zu werden, galt schon in der Antike als göttlich, später auch als Symbol Christi. In katholischen Kirchen gehören Kerzen immer noch zu den wichtigsten liturgischen Elementen. Verwendet werden dabei fast ausschließlich qualitativ hochwertige Kerzen, also von Hand gezogene Kerzen. Sarah Khosh-Amoz fragt in ihrem Feature, woran man diese Qualität erkennt, warum handgearbeitete Kerzen auch heute noch unverzichtbar sind, wenn es um "Stimmung" geht und interessiert sich für die Erzeugnisse jahrhundertealter Kerzenkultur in Bayern. Dafür spricht sie mit Mesnern, Wachsziehern, Experten und Liebhabern alter Wachsvotive.

Samstag 21:05 Uhr Bayern 2

Zeit für Bayern

Bamberg wird bayerisch - Umbruch und Neuanfang Von Susanne Roßbach Himmelsgaben Wachskerzen, Wachsfiguren, Votivbilder Von Sarah Khosh-Amoz Moderation: Simone Schülein Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 . Bamberg wird bayerisch - Umbruch und Neuanfang Von Susanne Roßbach Die Napoleonischen Kriege haben Europa grundlegend verändert. Die Ergebnisse prägen unsere Gegenwart. Mit dem Frieden von Lunéville 1801 vereinbarten Frankreich und das Heilige Römische Reich, dass Frankreich das linksrheinische Reichsgebiet zufallen solle. Die weltlichen Herrscher, die dort Land verloren, sollten auf Kosten der kirchlichen Territorien rechts des Rheins entschädigt werden. Die Säkularisation war beschlossene Sache. Damit war das Schicksal vieler geistlicher Staaten im Reich besiegelt, darunter auch das des Hochstiftes Bamberg. 1802 marschierten bayerische Truppen in das Hochstift ein. Klöster und Stifte wurden aufgelöst, Kirchen geplündert, Kirchenschätze verkauft oder eingeschmolzen. Ab 1803 gehörte Bamberg zunächst zum Kurfürstentum Bayern, ab 1806 zum Bayerischen Königreich. Aus der Hauptstadt des Hochstiftes Bamberg wurde eine bayerische Provinzstadt. In ihrem Feature will Susanne Roßbach die Hintergründe dieses epochalen Umbruchs erklären und aufzeigen, was er für die Stadt Bamberg bis in die Gegenwart bedeutet. Einige Institutionen fußen noch heute auf den damaligen Ereignissen. Die Autorin stellt herausragende Persönlichkeiten vor und erzählt, wie sie nach der Säkularisation einen Neuanfang geschafft haben und wesentlich zur Modernisierung der Stadt beigetragen haben. Und die einfachen Bamberger Bürger? Wie haben sie auf die einschneidenden Veränderungen reagiert? Anhand von Interviews und Zitaten aus Originalquellen entsteht ein lebendiges Hörbild. Himmelsgaben Wachskerzen, Wachsfiguren, Votivbilder Von Sarah Khosh-Amoz Zu Advent und Weihnachten haben sie wieder Hochkonjunktur: Kerzen. Bis zur Einführung der Elektrizität vor gut hundert Jahren galten Wachskerzen jahrtausendelang als die edelsten Lichtspender überhaupt. Bienenwachs war sehr teuer, rauchte aber kaum und brannte weitgehend flackerfrei ab. Die Kerze, die sich selbst verzehrt, um zu Licht zu werden, galt schon in der Antike als göttlich, später auch als Symbol Christi. In katholischen Kirchen gehören Kerzen immer noch zu den wichtigsten liturgischen Elementen. Verwendet werden dabei fast ausschließlich qualitativ hochwertige Kerzen, also von Hand gezogene Kerzen. Sarah Khosh-Amoz fragt in ihrem Feature, woran man diese Qualität erkennt, warum handgearbeitete Kerzen auch heute noch unverzichtbar sind, wenn es um "Stimmung" geht und interessiert sich für die Erzeugnisse jahrhundertealter Kerzenkultur in Bayern. Dafür spricht sie mit Mesnern, Wachsziehern, Experten und Liebhabern alter Wachsvotive.

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