Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Reihe: Wirklichkeit im Radio Die Bidonvilles von Paris Versuch, eine Landkarte Frankreichs zu ergänzen Von Hubert Fichte Mit: Herbert Duprow und Walter Andreas Schwarz Regie: Imo Wilimzig Produktion: SDR 1967 Länge: 57"56 Migration, Repression, Ghettobildung: Den Zündstoff, der in französischen Vorstädten liegt, zeigt Hubert Fichte bereits in diesem Feature von 1967, in dem er seine Erfahrungen bei Sozialprojekten in abgehängten Stadtteilen schildert. Die "Banlieues" von Paris gelten spätestens seit den Aufständen von 2005 als sozialer Brennpunkt und gefährlicher Ort. Schon 1966 reiste der 31-jährige Hubert Fichte im Auftrag des SDR nach Nanterre und La Courneuve und berichtete von dort über die Barackenstädte rund um Paris, in denen damals etwa 140.000 Emigranten lebten. Sein Essay fand später Eingang in sein monumentales Romanwerk "Die Geschichte der Empfindlichkeit". Hubert Fichte (1935-1986), geboren in Perleberg, wuchs in Hamburg auf, war Schauspieler, Schäfer, ab 1963 freier Schriftsteller. Mitglied der Gruppe 47 und des deutschen PEN. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Romane "Das Waisenhaus" (1965), "Die Palette" (1968) und "Versuch über die Pubertät" (1974), die von ihm "ethnopoetisch" benannten Reiseberichte "Xango" (1976) und "Petersilie" (1980) sowie die unvollendete mehrbändige "Geschichte der Empfindlichkeit", die als Fichtes Hauptwerk gelten darf. Reihe: Wirklichkeit im Radio Die Bidonvilles von Paris

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Oops, wrong planet! Von Gesine Schmidt Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Wie autistische Menschen die Welt erleben Mit Matthias Koeberlin, Florian Lukas, Susanne Lothar, Tom Schilling, Lena Stolze, Fiona Metscher, Wolfgang Rüter, Susanne Bonney-Cox und Gregor Höppner Regie: Walter Adler Produktion: DLF/WDR 2012

Samstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Ein Clochard mit schlechten Karten Von Leo Malet Mit: Christian Brückner, Sabine Postel, Christine Schönfeld, Doris Wolters, Ellen Schulz u. a. Hörspielbearbeitung: Klaus Schmitz Regie: Hans Gerd Krogmann (Produktion: SWF 1997) Kaum ein Paris-Tourist verirrt sich 1957 in das ärmliche 15. Arrondissement. Einer der Verlierer, die dort stranden, ist Paul Demessy. Er lebt als Clochard auf der Straße und wird von Privatdetektiv Nestor Burma aus der Gosse gezogen. Doch dann verschwindet er aus seinem tristen Fabrikarbeiter-Leben, und Burma begibt sich auf seine Spur. Sie führt ihn mitten in den Algerienkrieg. Unvermittelt findet sich Nestor Burma zwischen Freiheitskämpfern wieder. Paul hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, bei dem er wahrhaft "schlechte Karten" hat. Trifft Burma nur noch den Gewinner lebend an?

Samstag 19:05 Uhr Ö1

TAO - aus den Religionen der Welt

Vom Yin zum Yang - Die Philosophie und Religion des Tao Yin und Yang, TCM, Feng-Shui, Qi Gong - längst sind verschiedenste Elemente des Taoismus auch im sogenannten Westen angekommen. Seine Lehre ist vielfältig und umfasst unterschiedliche Aspekte: etwa die Kosmologie, die Lehre der fünf Wandlungsphasen, das Qi-Konzept, die Erkenntnis von Yin und Yang und verschiedene Übungen zur Kultivierung des Körpers und des Geistes. Je nach Strömung kann Taoismus Religion, Lebensphilosophie, Lebensweisheit oder praktische Lebenskunst sein. Im Zentrum all dessen steht die Lehre vom "Tao", die "Lehre des Weges". Als Begründer des Taoismus gilt der legendenumwobene chinesische Philosoph Laotse, der im 6. Jahrhundert vor der Zeitrechnung gelebt haben soll und auf den auch das Hauptwerk des taoistischen Denkens - das "Daodejing" - zurückgeführt wird. Was aber unterscheidet den Taoismus von anderen asiatischen religiösen und philosophischen Traditionen, wie etwa dem Buddhismus oder dem Konfuzianismus? Wie passen fernöstliche Kampfkunst als ein Bereich des Taoismus und das Streben nach Harmonie und Einheit zusammen? Und welchen Einfluss hat der Taoismus heute in China, aber auch in Europa? Die Sendereihe "TAO" widmet sich in dieser Ausgabe eben jenem Prinzip, nach dem sie benannt ist. Judith Strauss und Irene Klissenbauer begeben sich mit Expert/innen auf die Suche nach den historischen Wurzeln des Taoismus, gehen der Bedeutung Laotses nach und fragen nach der gegenwärtigen Rolle des Taoismus weltweit. Darüber hinaus geben Praktizierende in der Sendung einen Einblick, warum sie sich für eine taoistische Lebenspraxis entschieden haben und wie sich die Lehre auf ihr Leben auswirkt. - Gestaltung: Irene Klissenbauer, Judith Strauss

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Gaddafi» von krok petschinka 42 Jahre lang bestimmte Muammar al-Gaddafi die Geschicke Libyens. Der Ölreichtum des Landes sicherte ihm schier unbegrenzte Mittel. Er unterstützte Terroraktionen, intervenierte nach Gutdünken, beleidigte höchste Würdenträger und wurde dennoch von den Mächtigen dieser Welt hofiert.

Samstag 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: women in emotion (I): Falkevik

Falkevik ist das Trio der norwegischen Pianistin und Sängerin Julie Falkevik Tungevåg. Die Frau aus Oslo liefert die Songs und Kompositionen, sie prägt den Sound. Doch erst im quirligen "Dreiklang" mit Bassistin Ellen Brekken und Schlagzeuger Marius Trøan Hansen entfaltet das Material seine ganze Kraft.

Samstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Ohne Limit

Proporz schockt Dialog Schlagzeilenmutationen von Marc Matter Mit: Kirsten Drope, Georg Gädker, Judith Hilger und Philipp Niederberger (Produktion: SWR/SWR Vokalensemble 2021) Oftmals sind es bloße Überschriften und Schlagzeilen aus Zeitungsnachrichten, die hängenbleiben und Teil des öffentlichen Diskurses werden. Neben der latent politischen Komponente interessiert Marc Matter auch die spezielle poetische Qualität dieser Textform - knapp und gedrungen, oft unter Vernachlässigung grammatischer Regeln, teilt sich diese "kleine Form" in verbalen Impulsen und Slogans mit. Bei dieser reinen Wortkomposition werden die schriftlichen Fundstücke akustisch weiterverarbeitet. So entstehen neuartige Sprachgebilde, die durch ihre akustische Qualität bestechen, den politischen und gesellschaftlichen Impuls aber noch in sich tragen.

Samstag 23:03 Uhr Ö1

Die Ö1 Jazznacht

Mario Rom über "Eternal Fiction", Roidinger/Yamashita 1988 in Linz Mit Adelhard Roidinger feiert ein Großer des österreichischen Jazz am 28. November 2021 seinen 80. Geburtstag. Ausgebildet in Graz, galt Roidinger in den 1970er und 1980er Jahren als einer der gefragtesten europäischen Jazz-Bassisten: Davon zeugen Aufnahmen mit Hans Kollers Free Sound, dem japanischen Pianisten Yosuke Yamashita, mit US-Saxofonist Anthony Braxton und vielen anderen. Ende der 1980er Jahre konzentrierte sich Roidinger auf die Lehrtätigkeit, vor allem an der (heutigen) Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz, dessen Jazzabteilung er aufbaute und bis 1994 leitete. 2019 meldete sich Roidinger mit der CD "Parusia" nach vielen Jahren Tonträger-Pause zurück, eingespielt am neu entwickelten siebensaitigen Tenorbass, mit dem deutschen Pianisten Andy Lumpp als Duopartner. Andreas Felber resümiert Adelhard Roidinger Karriere und präsentiert ein Fundstück aus dem ORF-Archiv: Roidingers grandioses Duokonzert mit Yosuke Yamashita in der Reihe "Hot Line" am 31. Oktober 1988 im ORF-Landesstudio in Linz. Als Gesprächsgast ist in dieser Jazznacht der aus Admont stammende Trompeter Mario Rom am Wort, der in den letzten Jahren mit seinem Trio Interzone und in Lukas Kranzelbinders Band Shake Stew - wie auch in anderen Formationen - für Furore gesorgt hat. 2021 ist zum zehnjährigen Jubiläum von Interzone das superbe Album "Eternal Fiction" erschienen, über das Mario Rom ebenso sprechen wird wie über frühe Einflüsse und seine Lehrtätigkeit: Seit Herbst 2019 unterrichtet der 31-Jährige Jazztrompete an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz, und zwar am Institut für Jazz und improvisierte Musik, dessen Fundamente Adelhard Roidinger einst gelegt hat. Gestaltung: Andreas Felber

Sonntag 00:03 Uhr Bayern 2

radioJazznacht

Paul Motian - zum 10. Todestag. Erinnerungen seines Produzenten Stefan Winter. Moderation und Auswahl: Marcus A. Woelfle

Freitag Sonntag